Eine kurze Geschichte

3. Februar 2014 | Von | Kategorie: Portugal

Eine kurze Geschichte des Projekts

Am 1. September 2008 startete das Projekt „wohnen-fuer-arbeit“ .

Ein fünfjähriger Pachtvertrag für die „Finca la Airosa“ in Icod de los Vinos und ein privates Startkapital von 27.000€, sollten es

Lisa, Kai , Ole und Anna

Lisa, Kai , Ole und Anna

möglich machen, eine preisgünstige Urlaubsunterkunft auf Teneriffa anzubieten. Doch schon in seinen Anfängen entwickelte das Projekt eine eigene Dynamik. Die Menschen die kamen, sind einfach geblieben und es bildete sich eine Gemeinschaft mitwechselndem Charakter. Außerdem stellte sich bald heraus, dass touristische Vermietung an diesem Ort nicht erlaubt ist. Die Grundidee „wohnen-fuer-arbeit“ hat sich jedoch bis heute gehalten. Mitbewohner haben die Möglichkeit, einen Teil der Zimmermiete abzuarbeiten – denn das ist etwas, was wir alle immer bei uns haben und einsetzen können: unsere Freude am Tun. Auf diese Weise konnte ein großer Teil der Finca wieder bewohnbar gemacht werden, und die Bewohner hatten das Vergnügen, Leben und Arbeit gemeinschaftlich zu teilen. An dieser Stelle ein großes DANKE an alle Menschen, die im Laufe der Jahre das Projekt mit ihrem individuellen Beitrag unterstützt haben!

Nun – vielleicht war es nicht immer vergnüglich. Gestartet ohne Regeln und Grenzen veränderte sich das Projekt stetig und bald zeigte sich, dass ein Leben ohne Hausordnung Herausvorderungen mit sich bringt. Eine Odyssee aus „Versuch und Irrtum“ begann.

Unzählige wundervolle Momente, aber auch anstrengende und weniger schöne Begegnungen, haben das Leben der Menschen auf der Finca gezeichnet.

Im Herbst 2010 habe ich Kai durch seine Webseite gefunden. Wir betraten den Raum der Liebe – und es entwickelte sich eine Partnerschaft, die auf bedingungsloser Annahme des Gegenübers, grenzenloser Offenheit im Miteinander, Respekt, Ehrlichkeit, Verständnis und Freiheit beruht. Dieser Weg schenkte uns viele Augenblicke tiefer Nähe. Aber auch diese Weisheit bewahrheitete sich: wenn Du Dich für die Liebe öffnest, wird der Weg bisweilen erst mal anstrengend und schmerzhaft.

Seit September 2011 lebten wir mit meinen zwei jüngsten Kindern zusammen auf der Finca

Christian und Anna

Christian und Anna

und gestalten das Projekt gemeinsam. Auch Christian ist ein Mitglied dieser Gemeinschaft. Er fand schon im November 2009 den Weg hierher und ist auf Teneriffa heimisch geworden.

Unterdessen war der große Gemüsegarten in den Vordergrund gerückt, und neben der Lebensgemeinschaft wurde er ein wesentliches Standbein des Projekts – sowohl für die Selbstversorgung, als auch für den Verkauf.

Und nun?

Seit April 2011 ließ die Erbengemeinschaft des verstorbenen Verpächters nichts unversucht, uns vor die Tür zu setzen. Es kam zu einer Räumungsklage, die wir im Februar 2013 in zweiter Instanz gewannen.

Am 30.11.2012 erhielten wir einen Räumungsbescheid für den 07.12.2012, 7 Tage Zeit um eine

Mescal, er wurde vor dem verhungern gerettet und lebte bei uns bis Ende 2012

Mescal, er wurde vor dem verhungern gerettet und lebte bei uns bis Ende 2012

ganze Finca zu räumen… wir mieteten zur Finca zusätzlich ein großes Apartement, um allen Mitbewohnern eine Unterkunft bieten zu können. Am Tag der Räumung erschien zwar eine der Erben, jedoch niemand vom Gericht. Später erfuhren wir, dass die Räumung vom Gericht wieder gestoppt worden war. Was für eine Geschichte!

Auf Grund der unsicheren Situation hatten wir den Gemüseanbau eingestellt. Mitbewohner hatten die Möglichkeit mit im Apartement zu wohnen – unser Angebot wurde gerne genutzt.

Der Mietvertrag im Apartement lief über drei Monate, d.h. bis März 2013 war das unser Zuhause. Ende Dezember 2013 begegneten wir einer Bekannten am Strand von San Marcos mit der wir kurz ins Gespräch kamen – und wieder veränderte sich alles. Kurz darauf trafen wir uns mit Ingo: für Nebenkosten und Renovierungsarbeiten und Mithilfe auf der Finca konnten wir bei ihm unterkommen.

Hier sind wir nun seit März 2013 in einer offenen Situation ohne Vertrag, und haben lediglich eine Ausfenthaltserlaubnis. Ein Mietkaufvertrag wäre, je nach Ausgang des hier laufenden Erbverfahrens, möglich.

Auf Grund dieser offenen Situation begannen wir im Sommer 2013, uns nach weiteren Alternativen umzusehen. Zusammen mit einem Freund hatten wir zunächst ein Haus in Deutschland im Visier.

Doch schon lange schlägt Kais Herz für Portugal, und im Oktober 2013 fanden wir eine Objekt

Unser Biogarten ca. 2012

Unser Biogarten ca. 2012

in der Nähe von Coimbra, das wir dann auch besuchten.

Das Objekt passte nicht für uns, aber unsere Reise zeigte Lisa, warum Portugal das Land meiner Träume ist :). Die Herzlichkeit der Menschen ist wunderschön und auch das Land ist herrlich. Und wir haben die Möglichkeit, dort ein Stück Land zu kaufen – ohne Schulden bei einer Bank!

 

Oh wie schön ist Portugal – auf nach Portugal. Das ist unser Plan!

Alle Informationen zum Projekt (2008 – 2013) findest du unter:wfa_banner_468x60_01

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2 Kommentare zu “Eine kurze Geschichte”

  1. Matthias sagt:

    Was ist aus Mescal geworden?

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